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Vitamine & Spurenelemente

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Der Körper ist ein kleines Wunder. Er kämpft gegen Viren, Bakterien oder auch freie Radikale – und das meist mit Erfolg. Letztere können wichtige Proteine, Zellwände oder sogar die Erbsubstanz (DNS) angreifen und Zellschäden verursachen. Der Körper schützt sich dagegen unter Zuhilfenahme von Vitaminen, Spurenelementen und Enzymen, den sogenannten Antioxidantien. Bei Schüben kann der Bedarf an Vitaminen erhöht sein.

Wichtig bei Multipler Sklerose: Vitamine, die freie Sauerstoffradikale fangen

Für die entzündungshemmende Ernährung sind die Antioxidantien Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E und β-Karotin ebenso wie die Spurenelemente Kupfer, Selen und Zink von besonderer Bedeutung. Eine ausreichende Versorgung mit diesen Nährstoffen ist empfehlenswert.

Die Antioxidantien Vitamin A (oder β-Karotin), Vitamin C und Vitamin E werden bei einer ausgewogenen Ernährung in ausreichender Menge zugeführt. Bei einem gesunden Menschen kommt es daher normalerweise nicht zu einer Unterversorgung.

Im Falle eines MS-Schubes kann Ihr Bedarf an diesen Vitaminen jedoch erhöht sein. Denn Ihr Körper benötigt mehr Antioxidantien, um freie Sauerstoffradikale, die den Entzündungsprozess verstärken, abzufangen. Sie können den erhöhten Bedarf an Vitaminen bei MS durch eine geeignete Lebensmittelauswahl abdecken.

  • ß-Karotin (Vitamin A): Vitamin A in seiner reinen Form ist nur in tierischen Produkten enthalten. ß-Karotin ist die fettlösliche Vorstufe von Vitamin A und findet sich in Gemüse. Vitamin A und ß-Karotin sind nur bei gleichzeitiger Fettzufuhr für den Körper verwertbar.
  • Vitamin C: Vitamin C kann vom Körper immer nur in begrenzter Menge aufgenommen werden. Daher sollten die Vitamin-C-haltigen Lebensmittel über den Tag verteilt zu sich genommen werden. Vitamin C gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen.
  • Vitamin E: Vitamin E findet sich vor allem in den pflanzlichen Ölen und zählt zu den fettlöslichen Vitaminen.
  • Vitamin D – das Sonnenvitamin: In den letzten Jahren wurde zunehmend ein Zusammenhang zwischen dem Verlauf einer MS und dem Vitamin-D-Spiegel diskutiert. Experten konnten inzwischen einen Vitamin-D-Mangel mit einer erhöhten Schubrate und Krankheitsaktivität in Verbindung bringen. Deshalb ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D empfehlenswert. Der Körper kann Vitamin D unter Einfluss von UV-Licht selbst erzeugen. Bereits täglich 10 Minuten in der Sonne reichen aus, um genügend Vitamin D zu produzieren. Ob eine zusätzliche Gabe von Vitamin D sinnvoll ist, darüber können Sie mit Ihrem Arzt sprechen.

Auch Spurenelemente können antioxidativ wirken

Die Spurenelemente Selen, Zink und Kupfer sind Bestandteil antioxidativ wirksamer, entzündungshemmender Enzyme. Sie kommen in unserem Körper in sehr geringen Mengen vor. Der Körper kann sie nicht selbst bilden, daher müssen Spurenelemente in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden.

Nahrungsergänzungsmittel sind in der Regel nicht nötig. Die Einnahme dieser Präparate sollte daher immer nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Eine Überversorgung kann in einigen Fällen sogar schaden.

Eine vollwertige Ernährungsweise sorgt für eine ausreichende Versorgung mit allen Nährstoffen und Vitaminen bei MS.

 

Quelle: Vitamine bei MS – was bewirken sie? | MS & Ich (msundich.de)

Bild: (c) Pixabay


Veröffentlicht in: PatientInnen, Angehörige
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