Sie müssen Cookies in ihrem Browser aktivieren um diese Website/Applikation in vollem Umfang benutzen zu können.
Sie verwenden einen veralteten Browser mit möglichen Sicherheitsschwachstellen und können nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Kontakt und Informationen

Kostenlose, telefonische sozialrechtliche und psychologische Beratung

Infoline: 0800/203909
Mo-Do: 09:00 – 16:00 Uhr
Fr: 09:00 – 13:00 Uhr

info@ms-service.at

Infoline: 0800/203909 mehr

RRMS und SPMS: Was ist was?

Veröffentlicht am

Bei jedem/jeder Betroffenen kann die MS-Erkrankung individuell verlaufen. Dennoch gibt es typische Merkmale, die eine Zuordnung zu einer der drei klinisch relevanten Verlaufsformen ermöglichen. 1

Die drei Verlaufsformen der MS

Die schubförmig remittierende MS (relapsing/remitting MS – RRMS): Bei dieser Verlaufsform treten die Symptome (z.B.: Sehschwierigkeiten, Kribbeln in den Händen, etc) plötzlich auf und dauern einige Tage bis Wochen an. Dann klingen sie wieder ab, sie „remittieren“, so lautet der Fachausdruck. Bis zum nächsten Schub können mehrere Wochen oder Monate, manchmal sogar Jahre vergehen. 2 Zu Beginn der Erkrankung besteht bei der überwiegenden Mehrheit der PatientInnen (rund 85%) eine RRMS. 1

Die sekundär progrediente MS (SPMS): Nach einigen Jahren mit einem schubförmigen Verlauf, also einer RRMS, entwickelt sich die MS bei manchen PatientInnen zu einer SPMS, d.h. es beginnt ein fortschreitender Verlauf. Ärztinnen und Ärzte sprechen von einem „sekundär progredienten Verlauf“ (progredient = fortschreitend). Dabei kommt es zu einem Fortschreiten der Erkrankung auch unabhängig von Schüben – meist sind diese Symptome nicht eindeutig bemerkbar (z.B. die Aufmerksamkeit und Konzentration bei Gesprächen fällt zunehmend schwer, die Müdigkeit untertags wird stärker, das Gleichgewicht beim Gehen wird schlechter, etc). Wann der Wechsel von einer RRMS zu einer SPMS einsetzt, kann nicht vorhergesagt werden.3 Mit einer entsprechenden Therapie kann dieser Zeitpunkt hinausgezögert werden.3

Die primär progrediente MS (PPMS): Bei etwa 15 % der MS-Betroffenen verläuft die Erkrankung von Anfang an progredient, also fortschreitend. Dies nennt man „primär progrediente MS“ oder kurz PPMS.1 Von PPMS sind zumeist PatientInnen mit späterem Krankheitsbeginn, bei denen die MS das erste Mal im Alter von über 40 Jahren auftritt, betroffen.3

Auf einen Blick: RRMS versus SPMS

RRMS SPMS
Symptome treten in Schüben auf, bilden sich danach wieder zurück. 2 Symptome verschlechtern sich fortlaufend, zudem sind zusätzlich Schübe möglich. 3,5,6
Die Verlaufsform RRMS tritt zu Krankheitsbeginn auf. 2 Die Verlaufsform SPMS tritt erst nach einigen Jahren mit einem schubhaften MS-Verlauf auf. 3

 

 

 

Quellen

[1] National Multiple Sclerosis Society; nationalmssociety.org/What-is-MS/Types-of-MS, (zuletzt aufgerufen 17.09.2019)

[2] amsel – Das Multiple Sklerose Portal, https://www.amsel.de/multiple-sklerose/#c1001195 (zuletzt aufgerufen 17.9.2019)

[3] Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V., https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-infos/ms-verstehen/vom-symptom-zur…, (zuletzt aufgerufen 17.9.2019)

[4] Christian Egger: Therapie bei der sekundär progredienten Multiplen Sklerose. Österreichische Multiple Sklerose Bibliothek (OMSG gemeinnützige Privatstiftung (MS-Stiftung Osterreich), Produktion Ringbuch: Gerhard Niebauer GmbH, Wien, 2016

[5] Multiple Sklerose Gesellschaft Wien, https://www.msges.at/multiple-sklerose/verlaufsformen_multiple_sklerose/, (zuletzt aufgerufen 17.9.2019)

[6] Auf den Spuren der sekundär progredienten Multiplen Sklerose (SPMS), Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V., https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/ms-forschung/news-article/New…, (zuletzt aufgerufen 17.9.2019)

Bild: (c) Novartis

Auszug von msundich.at, Datum der Erstellung 11/2019, AT1911775394

 

 

 


, Veröffentlicht in: Allgemein, PatientInnen, Angehörige, Fachgruppen
.