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Reisetipps für einen gelungenen Sommerurlaub

Veröffentlicht am

Ferienzeit ist Reisezeit. Wer möchte nicht fremde Kulturen entdecken, den Strand genießen oder einen sportlichen Aktivurlaub machen? Das ist alles kein Problem – auch nicht für MS-Patient- Innen – wenn man sich auf die Reisezeit richtig vorbereitet und den Urlaub genau plant.

Wahl des Urlaubsortes
Eine Urlaubsplanung basiert auf zwei Überlegungen, damit der Urlaub zum Genuss und nicht zum Frust wird:
• Wie ist meine persönliche Leistungsfähigkeit?
• Was möchte ich im Urlaub erleben?
Zwei sehr individuelle Fragen, die von jedem anders beantwortet werden.

Im nächsten Schritt sollten Sie Ihre individuellen Antworten mit Hilfe der nachstehenden Kriterien verfeinern.

Klimabedingungen
Wenn Sie Hitze nicht gut vertragen, sollten Sie einen Urlaubsort z. B. an der Nord- oder Ostsee ins Auge fassen. Heben Sie sich Reisen in heiße Länder für die kühle Jahreszeit auf.

Tipp: In den meisten Reisekatalogen findet man einen Temperaturverlauf für den jeweiligen Urlaubsort. Meiden Sie tropische Länder mit einer hohen Luftfeuchtigkeit und Temperatur!

ÄrztInnen vor Ort
Erkundigen Sie sich im Vorfeld, ob es ÄrztInnen mit MS-Erfahrung in der Nähe Ihres Urlaubsortes gibt. Bei Reisen ins Ausland wäre auch zu überprüfen, ob die ÄrztInnen vor Ort deutsch sprechen; sollten Sie die Landessprache nicht oder nicht gut genug sprechen.

Tipp: Es gibt auch Reisen speziell für Menschen mit Einschränkungen.
Näheres z. B. unter www.reisen-ohne-barrieren.eu

Anreise
Kurze Strecken können mit dem Bus oder PKW zurückgelegt werden. Für längere Strecken sollte man die Bahn in Anspruch nehmen. Hier hat man mehr Bewegungsfreiheit beim Verreisen, kann sich die Beine vertreten oder auf eine Erfrischung in den Speisewagen gehen.

Tipp: Erkunden Sie sich beim Reiseveranstalter über spezielle Transport- und Begleitserviceangebote.

Mitnahme von Medikamenten
Spritzen, Kanülen, Medikamente, Tupfer und Desinfektionsmittel: Nehmen Sie alles, was Sie für Ihre Therapie benötigen mit. Denken Sie auch an die Mitnahme einer Reiseapotheke. Nachdem eine Langzeittherapie auch im Urlaub unbedingt fortgesetzt werden muss, müssen die Medikamente in einer Kühltasche gelagert werden. Damit sollte die Kühlkette bis in das Hotel (Minibar oder Kühlschrank) sichergestellt sein.

Tipp: Nehmen Sie bei Flugreisen Ihre Medikamente und Gegenstände (wie Spritzen) im Handgepäck mit. Erkundigen Sie sich auch bei der Fluggesellschaft, ob ein spezielles Service für den Medikamententransport angeboten wird.
Führen Sie einen mehrsprachigen Therapiepass (eine medizinische Bescheinigung über die Notwendigkeit der mitgeführten Medikamente) sowie eine von einer/einem Neurologin/Neurologen abgestempelte Zollerklärung für die Kontrollen am Flughafen mit sich.

Urlaubsaktivitäten
Wenn Sie an Ihrem Urlaubsort angekommen sind, dann gönnen Sie sich einige Tage, um sich von der Anreise zu erholen und mit dem Klima sowie der Umgebung vertraut zu werden. Unternehmen Sie an den ersten Urlaubstagen keine anstrengenden Aktivitäten. Gestalten Sie den weiteren Urlaub nach Ihrer individuellen Belastbarkeit. Verhalten Sie sich sowie zu Hause, wenn Sie körperlich aktiv sind. Sagen Sie aber auch Programmpunkte guten Gewissens einmal kurzfristig ab, wenn Ihnen nicht danach zu Mute ist.
Planen Sie Ruhephasen ein und lassen Sie es sich einfach gut gehen.

Wenn auch Sie zu den hitzeempfindlichen PatientInnen gehören, dann tragen Sie helle Baumwollbekleidung.
• meiden Sie den Aufenthalt in Sauna, Thermalbädern oder lange Sonnenbäder.
• verlegen Sie sportliche Aktivität in die kühlen Morgen- und Abendstunden.
• trinken Sie ausreichend.
• halten Sie sich bei hohen Außentemperaturen in kühlen Räumen auf.
• legen Sie sich eventuell ein kühles, feuchtes Handtuch in den Nacken.

Besprechen Sie Ihre Urlaubspläne, bevor Sie buchen, mit Ihren behandelnden ÄrztInnen. Hier erhalten Sie auch Tipps zu Schutzimpfungen, Reiseapotheke und Infektionsrisiken am Urlaubsort.

Achtung!
Schutzimpfungen sollen nicht während eines akuten Schubes oder einer Kortisonbehandlung durchgeführt werden.

 

Reise-Check (eine Auswahl)

Medikamente

  • MS-Medikamente in ausreichender Form (im Handgepäck)
  • Gegenstände wie Spritzen, Kanülen, Tupfer und Desinfektionsmittel (im Handgepäck)
  • Reiseapotheke (in Absprache mit den behandelnden ÄrztInnen)

Impfungen

  • Notwendige Schutzimpfungen (in Absprache mit den behandelnden ÄrztInnen)

Dokumente

  • Reisepass
  • Ausweise wie Personalausweis, Blutgruppenausweis, Behindertenausweis etc.
  • Tickets
  • Therapiepass / Mehrsprachige ärztliche Bescheinigung (mit Unterschrift und Stempel) über alle benötigten Medikamente und Gegenstände (wie Spritzen)
  • Beipackzettel aller Medikamente

Versicherungen

  • Auslandskrankenversicherung / Abklärung vorab der Kostenübernahme bei einem akuten Schub
  • Reiseversicherung mit einer Reiserücktrittsversicherung

Hilfsmittel

  • Kühltaschen
  • Kühlelemente oder -weste
  • Gehhilfen (falls erforderlich)

Quelle:
Auszug aus MSeitenweise 02/2013, Re-Cl.-Datum: 02/2020, AT2002794979


Veröffentlicht in: PatientInnen, Angehörige
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