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MS-assoziierte Fatigue

Veröffentlicht am

In unserem ersten Beitrag haben wir Sie allgemein über die MS-assoziierte Fatigue als auch ihre Ursachen und das Erscheinungsbild informiert. Dieser Artikel widmet sich zwei weiteren Aspekten – der Diagnostik und den Auswirkungen auf die Betroffenen.

Diagnostik

Die medizinische Abklärung der Fatigue bei MS ist wichtig, um das chronische Fatigue-Syndrom oder eine Depression ausschließen zu können, da diese Erkrankungen ähnliche Beschwerden hervorrufen, jedoch eine andere Therapie erfordern.1 Durch eine ausführliche Anamnese kann die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt die MS-assoziierte Fatigue erfassen und die Ausprägung und Auswirkungen z. B. mit Hilfe von Fragebögen aufzeigen.

Bedeutung und Auswirkungen für Betroffene

Die Fatigue bei MS hat einen großen Einfluss auf die Aktivitäten des täglichen Lebens, den Arbeitsplatz, die Lebensqualität und den psychologischen Gesundheitsstatus.2 Sämtliche Tätigkeiten wie z. B. das morgendliche Aufstehen oder Anziehen der Kleidung werden als sehr belastend empfunden, während das für nicht-erkrankte Menschen zur normalen Alltagsbewältigung zählt.3 Im schlimmsten Fall kann die Fatigue bei MS dazu führen, dass sich Betroffene von ihren Angehörigen und aus ihrem sozialen Umfeld zunehmend zurückziehen und den gewohnten Aktivitäten weniger nachgehen.4 „Die Leute verstehen einfach nicht, wie jemand fit sein kann und sich in der nächsten Minute total erschöpft fühlt.“5 Über die Fatigue ist trotz des häufigen Auftretens wenig bekannt. Eine umfassende Information über das Symptom bei MS ist für viele Betroffene, aber auch für ihre Angehörigen, entlastend.6

Reden hilft!

Sprechen Sie über Fatigue. Erzählen Sie Ihrer Familie, Ihrem Freundeskreis und Ihrem sozialen Umfeld, wie Sie sich fühlen und dass Sie an einer MS-assoziierten Fatigue leiden. Weitere Informationen sowie nichtmedikamentöse Maßnahmen, die zu einer Reduktion der Fatigue bei MS führen können, finden Sie in unserem nächsten Blog-Beitrag.

Autorin:

Angelika Löttner, BSc.

Text basiert auf Löttner, A. (2017) Fatigue. MS-assoziierte Fatigue und Interventionen. (Bachelorarbeit), IMC Fachhochschule Krems. Unter Betreuung von Mag.a Adelheid Schönthaler, BSc. Umgeschrieben für die Publikation in MSeitenweise durch Angelika Löttner.

Referenzen:

1 Glaus Hartmann, 2005
2 Krupp, 2004
3 Haupts, 2005
4 Krupp, 2004
5 Multiple Sclerosis International Federation, 2012
6 Hoffmann, & Block, 2006

Quellen und weiterführende Literatur:

Beer, S. (2009). Nicht-medikamentöse Behandlungsansätze und Neurorehabilitation. In I.-K. Penner (Hrsg.), Fatigue bei Multiple Sklerose (159-165). Bad Honnef: Hippocampus Verlag GmbH.

Braley, T. J., & Chervin, R. D. (2010). Fatigue in Multiple Sclerosis: Mechanism, Evaluation and Treatment. SLEEP, 33 (8), 1061-1067.

Dettmers, C., Sulzmann, M., Gütler, R., Lange, R., Weiller, C., & Vieten, M. (2009). Motorische Fatigue bei Multiple Sklerose. In I.-K. Penner (Hrsg.), Fatigue bei Multiple Sklerose (53-62). Bad Honnef: Hippocampus Verlag.

De Vries, U., Reif, K., Petermann, F., & Görres, S. (2011). Fatigue individuell bewältigen (FIBS) Schulungsmanual und Selbstmanagementprogramm für Menschen mit Krebs. Bern: Verlag Hans Huber.

Glaus Hartmann, M. (2005). Ermüdung/Erschöpfung. In S. Käppeli (Hrsg.), Pflegekonzepte. Phänomene im Erleben von Krankheit und Umfeld. Band 2 (75-96). Bern: Verlag Hans Huber.

Haupts, M. (2005). Fatigue. In T. Henze (Hrsg.), Symptomatische Therapie der Multiplen Sklerose (32-38). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.

Hoffmann, F., & Block, A. (2006). Symptomatische Therapie. In R. Schmidt, & F. Hoffmann (Hrsg.), Multiple Sklerose (200-244). München: Elsevier GmbH.

Köhler, W., & Hoffmann, F. (2015). Klinik. In R. Schmidt, F. Hoffmann, J. Faiss, & W. Köhler (Hrsg.), Multiple Sklerose (55-61). München: Elsevier GmbH.

Krupp, L. (2004). Fatigue in multiple sclerosis: a guide to diagnosis and management. New York: Demos Medical Publishing Inc.

Lorenzen, H. (2010). Fatigue Management. Umgang mit chronischer Müdigkeit und Erschöpfung. Ein Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Fachleute des Gesundheitswesens. Idstein: Schulz-Kirchner Verlag GmbH.

Mills, R., & Young, C. (2008). A medical definition of fatigue in multiple sclerosis. Quarterly Journal of Medicine, 101 (1), 49-60.

Multiple Sclerosis Council. (1998). Fatigue and Multiple Sclerosis. Evidence-Based Management Strategies for Fatigue in Multiple Sclerosis. Washington: Paralyzed Veterans of America.

Multiple Sclerosis International Federation. (2012). MS in focus online fatigue survey-combined results. Abgerufen am 14. November 2017 von https://www. msif.org/contents/uploads/2014/09/MS-in-focus-19-Fatigue-German.pdf

Tur, C. (2016). Fatigue Management in Multiple Sclerosis. Current Treatment Options in Neurology, 18 (26), 1-12. doi:10.1007/s11940-016-0411-8

Valko, P., Bassetti, C., Bloch K. E., Held, U., & Baumann, C. R. (2008) Validation of the Fatigue Severity Scale in a Swiss Cohort. SLEEP, 31 (11),1601-1607


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